Spät erkennen - Gesundheit retten

Auch wenn es sorgfältig organisiert wird, würde ein Brustkrebs-Screening in der Ostschweiz vielen Frauen Nachteile bringen und nur ganz wenigen vielleicht nützen.

Aktuell ist zur Zeit wieder die Diskussion über das Mammographie-Screening im Zusammenhang mit den Bestrebungen im Kanton St. Gallen,  dieses Screening zu forcieren und die St. Gallerinnen damit zu „beglücken“.
Brustkrebs-Experten machen neuere „Studien“ für den Nutzen des Screenings geltend, welche die Dringlichkeit des Mammographie-Screenings begründen sollen, denen aber die Aussagekraft fehlt: Es sind Studien, welche selektiv verschiedene Regionen oder Länder vergleichen.
Eine Verbesserung der Brustkrebs-Sterblichkeit hat aber auch in Ländern stattgefunden, die kein organisiertes Screening kennen. Und Ländervergleiche sind immer wieder Fehlern unterworfen (sog. *ökologischer Trugschluss“).
Viel schlüssiger sind die bisherigen Ergebnisse aus kontrollierten Studien. Man kann deren negative Ergebnisse nicht ersetzen mit minderwertigeren Studien, welche das Mammographie-Screening dann (scheinbar) nützlich erscheinen lassen.
In der Schweiz sind die mit der Methodik der Nutzensbeurteilung vertrauten klinischen Epidemiologen nicht für ein Mammographie-Screening.

In St. Gallen sind es die medizinischen Anbieter, welche das Mammographie-Screening durchboxen wollen. Ihre Beiträge im St. Galler Tagblatt enthalten altbekannte methodische Fehler und Trugschlüsse, mit denen sie ihr Engagement zu begründen versuchen. Das Tagblatt hat hingegen den folgenden Beitrag abgelehnt.

Ostschweizerinnen und andere Leser/-innen, die sich besser informieren wollen, können den Artikel deshalb hier herunterladen (PDF).